Unsere Vision

Die Initiative „permaKULTURgarten Hohenkammer“ wurde von Adi Herzog als Abschluss-Projekt beim Permakultur-Zertifikats-Kurs der Permakultur Akademie Austria im Herbst 2016 gegründet. Es handelt sich dabei um einen Gemeinschaftsgarten ähnlich der aus dem Mittelalter kaum mehr bekannten „Allmende“, wo alle Beteiligten zusammenarbeiten und die Erträge auf alle verteilt werden.

Dazu kommt, dass die meisten Beteiligten der Initiative im Asylhelferkreis der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten. Mit dem Projekt geben wir Asylsuchenden und Flüchtlingen die Möglichkeit sich mit natürlichen und gesunden Lebensmitteln zu versorgen, aber es dient auch der ohnehin schwierigen Integration, weil durch den Kontakt und die Kommunikation mehr gegenseitiges Verständnis entsteht. Außerdem geht das Deutsch-Lernen bein gemeinsamen arbeiten auch leichter.

Ein erklärtes Ziel ist es, auf dem Gelände ausschließlich essbare Pflanzen anzubauen, von ein paar Blumen in einer Bienenweide mal abgesehen. Dazu wollen wir auch alte, fast schon vergessene Sorten „wiederbeleben“.

Es ist uns wichtig, dass wir ohne chemische Dünger, Pestizide und Herbizide arbeiten und auch möglichst ohne fossile Brennstoffe auskommen.

Ein weiteres Thema ist Wasser. Wir möchten zeigen, dass man mit geeigneten Mitteln auch den Wasserverbrauch drastisch einschränken kann (wir haben 2017 lediglich unsere Tomaten gegossen).

Ein langfristiges Projekt ist der „Waldgarten“. Jeder weiß, dass ein ganz normaler Wald auch ganz ohne menschliches Zutun wächst und gedeiht. Wir möchten nun versuchen das auch mit Obst, Beeren, Gemüse und Kräutern nachzuempfinden, d.h. dass der Garten sich selbst reguliert und ohne jährliche neue Aussaat und Pflanzung auskommt. Dazu ist es uns auch wichtig, dass wir sog. samenfeste Sorten verwenden. Das sind Pflanzen, aus denen wir wieder neue Samen gewinnen können, oder besser noch, die sich immer wieder selbst aussähen.

Natürlich möchten wir versuchen, den Boden unseres Grundstücks zu verbessern, indem wir Humus aufbauen und auch eigenen Kompost herstellen.

Neben der Ackerbaukultur gibt es ja auch noch andere Kulturformen und so wollen wir auch der Kunst unseren Boden zur Verfügung stellen.

Wir würden uns freuen, wenn wir mit unseren Ideen bei möglichst vielen Menschen auf fruchtbaren Boden stoßen würden und viele neue kreative Menschen dazu gewinnen können.